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und Präzisions- Baugruppen
Präzisionsstandort Müglitztal
Nur wenige Kilometer entfernt von der Uhrmacherstadt Glashütte, präsentiert die Herbrig & Co GmbH heute die beste Tradition sächsischer Präzisionsmechanik.
Der Wirtschaftsraum Müglitztal bezeichnet eine Tallandschaft an dem Erzgebirgsbach Müglitz, dessen Zentrum die international bekannte Uhrenstadt Glashütte/Sachsen bildet. Das Müglitztal befindet sich in dem Landkreis Sächsische Schweiz - Osterzgebirge und reicht vom oberen Erzgebirge (Geising) bis zur Mündung in die Elbe (Heidenau).
Ähnlich den Regionen, wie das sogenannte Chemie-Dreieck Leuna-Wolfen-Bitterfeld oder die Konzentration von Möbelherstellern im Raum Paderborn, konzentrieren sich im Müglitztal Unternehmen der Präzisionsbranche. Es ist feststellbar, dass die Menschen der Regionen den Ausschlag für die Ansiedlung der Unternehmen ähnlicher Branche geben. So ist ein hohes Kapital in der Region das „Präzisionswissen“ der Fachkräfte.
Nach dem Einsetzen des Bergbaus um 1490 und dem oberflächlichem Abbau von Erzen erlangte Sachsen und auch das Müglitztal ein relativer Wohlstand. Durch das baldige Erschöpfen der Erzvorkommen, dem Dreißigjährigen- und Siebenjährigen Krieg sowie dem Ausbruch der Pest verarmte die Region jedoch. Die kurzzeitige Erholung durch Wiederaufschluss von bis dahin unrentablen Gruben durch Fortschritte bei Mechanisierung, Antriebs- und Grubentechnik hielt nur kurz. Die Königlich-Sächsische Landesregierung beschloss 1843 die Förderung der Ansiedlung von Industrie in der verarmten Region. So gründete der Uhrmacher Ferdinand Adolf Lange 1845 ein Uhrenunternehmen. 1850 folgte Julius Assmann und 1854 Moritz Großmann mit der Gründung eigener Uhrenmanufakturen. Kennzeichen dieser Manufakturen war die dezentrale Fertigung in Heimarbeitswerkstätten, so dass die gesamte Familie in die Präzisionsmechanik einbezogen wurde. Die heranwachsenden Kinder erfuhren so in häuslicher Umgebung das Präzisionswissen, welches in den Familien von Generation zu Generation weitergegeben wurde. Die fachliche Ausbildung übernahm die „Deutsche Uhrmacherschule“ welche 1878 in Glashütte gegründet wurde, deren Absolventen entscheidend zum Aufschwung in der Region beigetragen haben. Die technischen Ausrüstungen für die Uhrenindustrie wurden in enger Kooperation mit regionalen Zulieferern entwickelt und dabei nützliche Entwicklungen gemacht. Diese hochpräzisen Produkte, mit einzigartigem Qualitätsnachweis entwickelten das Gütezeichen „Glashütte i. Sa.“ und eroberten die internationalen Märkte.